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Steuerpläne der GroKo

Die neue Bundesregierung ist im Amt. Dies ist Anlass für uns, Ihnen einen kurzen Überblick über die geplanten steuerlichen Maßnahmen aus dem Koalitionsvertrag zu geben.
Abschaffung des Soli ab 2021
Insbesondere untere und mittlere Einkommen sollen zunächst beim Solidaritätszuschlag entlastet werden. Daher ist eine schrittweise Abschaffung des Solidaritätszuschlags ab dem Jahr 2021 geplant.
Mietwohnungsbau
Durch die Einführung einer Sonderabschreibung für Mietwohnimmobilien im bezahlbaren Mietsegment soll der Mietwohnungsbau steuerlich gefördert werden. Die Sonderabschreibung soll neben der linearen AfA insgesamt     5 % in den ersten vier Jahren betragen.
Energetische Gebäudesanierung
Die energetische Gebäudesanierung soll dadurch gefördert werden, dass den Steuerpflichtigen ein Wahlrecht eingeräumt wird, einen Zuschuss zu den Aufwendungen zu beantragen oder das zu versteuernde Einkommen zu mindern.
Baukindergeld
Geringer verdienende Familien mit Kindern sollen beim Ersterwerb oder Neubau durch die Einführung eines Baukindergeldes unterstützt werden. Dieses soll 1.200 € pro Jahr und Kind betragen und über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgezahlt werden, jedoch nur bis zu einer Einkommensgrenze von 75.000 € zu versteuerndem Haushaltseinkommen. Diese Grenze soll sich pro Kind um 15.000 € erhöhen. Weiter bestehen Überlegungen, eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer bei dem erstmaligen Erwerb von Wohneigentum einzuführen.
Erhöhung des Kindergeldes
Das Kindergeld soll in zwei Stufen erhöht und der Kinderfreibetrag entsprechend angepasst werden. Die erste Erhöhung soll ab dem 01.01.2019 erfolgen und 10 € betragen. Ab dem 01.01.2021 soll eine weitere Erhöhung um 15 € erfolgen.
Abschaffung der Abgeltungsteuer auf Zinsen
Die Abgeltungsteuer auf Zinserträge soll abgeschafft werden. Umgehungstatbestände sollen verhindert werden. Weiter ist geplant, eine Finanztransaktionsteuer einzuführen.
Umsatzsteuer
Im Bereich der Umsatzsteuer ist eine Befreiung von der monatlichen USt-Voranmeldung bei Unternehmensgründung in den ersten 2 Jahren geplant.
Steuerliche Förderung der Elektro-Mobilität
Da die bisherigen Fördermaßnahmen noch nicht zu einergewünschten Verbreitung geführt haben, soll diese durch weitere steuerliche Maßnahmen flankiert werden. Bei der pauschalen Dienstwagenbesteuerung soll für E-Fahrzeuge ein reduzierter Satz von 0,5 % des inländischen Listenpreises eingeführt werden. Für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge soll eine auf 5 Jahre befristete Sonder-AfA (von 50 % im Jahr der Anschaffung) eingeführt werden.
Neue Reinvestitionsmöglichkeiten für Landwirte
Die Gewinnung von Wohnbauland von Landwirten soll durch steuerlich wirksame Reinvestitionsmöglichkeiten gefördert werden.
Weitere Maßnahmen:
• Einführung einer Grundsteuer C (für baureifes Land)
• Verbesserte Informationen zum Faktorverfahren
• Alle 2 Jahre Anpassung des ESt-Tarifs
• Vorausgefüllte Steuererklärung für alle Steuerpflichtigen  ab dem Veranlagungsjahr 2021
• Steuerliche Förderung bzgl. Forschungs- und Entwicklungskosten.
Quelle: Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD; www.CDU.de

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