Neu: Förderung des Mietwohnungsbaus 

Der Bundesrat hat das Gesetz zur Förderung des Mietwohnungsbaus nun doch am 28. Juni 2019 beschlossen, nachdem das Gesetz noch im Dezember 2018 von der Tagesordnung genommen worden war. Danach werden Sonderabschreibungen im Mietwohnungsneubau gewährt. Die Sonderabschreibungen sollen im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden drei Jahren bis zu jährlich 5 % betragen. Zugleich ist die reguläre lineare Abschreibung vorzunehmen. Somit können innerhalb des Abschreibungszeitraums insgesamt bis zu 28 % der förderfähigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten steuerlich berücksichtigt werden. Die Sonderabschreibungen können nur in Anspruch genommen werden, wenn

• durch Baumaßnahmen auf Grund eines nach dem 31. August 2018 und vor dem 1. Januar 2022 gestellten Bauantrags oder einer in diesem Zeitraum getätigten Bauanzeige neuer, bisher nicht vorhandener Wohnraum in einem Gebäude geschaffen wird, der für die entgeltliche Überlassung zu Wohnzwecken geeignet ist. Hierzu gehören auch die zu einer Wohnung gehörenden Nebenräume,

• die Anschaffungs- oder Herstellungskosten 3.000 € je qm Wohnfläche nicht übersteigen und

• die Wohnung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden neun Jahren der entgeltlichen Überlassung zu Wohnzwecken dient.

Ferienwohnungen sind nicht begünstigt.Die Bemessungsgrundlage für die Sonderabschreibungen wird auf maximal 2.000 € je qm Wohnfläche begrenzt. Die Inanspruchnahme der Sonderabschreibungen wird zeitlich begrenzt auf im Jahr 2026 endende Wirtschafts- oder Kalenderjahre. Ab dem Veranlagungszeitraum 2027 sind Sonderabschreibungen auch dann nicht mehr möglich, wenn der vorgesehene Abschreibungszeitraum noch nicht abgelaufen ist.Hinweis:

Die Realität läuft der Steuergesetzgebung davon. Gerade in Ballungsgebieten dürfte es schwierig sein, die Grenze von 3.000 € je qm bei den Anschaffungs- oder Herstellungskosten einzuhalten. Der Druck auf den Wohnungsmarkt bleibt hoch.

Quelle: BR-Drs. Nr. 303/19 vom 28. Juni 2019, www.bundesrat.de

>> zurück zur Übersicht