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Testkäufe - strenge Anforderungen für steuerliche Verwertbarkeit

An die Verwertbarkeit sogenannter Testkäufe sind strenge Anforderungen zu stellen. Solche finden immer häufiger auch im LuF-Handels- und Bewirtungssektor oder von dort belieferten Geschäften statt.

Für nicht verwertbar hielten die Richter des Finanzgerichts Münster (Az.: 4 K 1412/07 G, U) die im Rahmen einer Betriebsprüfung erfolgten Hinzuschätzungen zu den erklärten Umsätzen wegen formeller Buchführungsmängel. Schätzgrundlage war unter anderem eine Kalkulation, die sich auf das Ergebnis von zwei, vier und sechs Jahre später durchgeführten Testkäufen stützte. Die jedoch bieten für eine repräsentative Abbildung der Verhältnisse des Streitjahres keine Gewähr. Erforderlich ist nach dem Urteil eine zeitliche Nähe zwischen Verprobungszeitraum und Testkauf. Nur so lässt sich prüfen, dass zum Zeitpunkt des Testkaufs dieselben betrieblichen Verhältnisse vorherrschen wie im Verprobungsjahr. Wichtig und notwendig ist zudem eine repräsentative Anzahl von Testkäufen, da andernfalls Zufälligkeiten drohten. Von ähnlichen Gegebenheiten betroffene Landwirte mit Hofladen oder Gastwirtschaft sollten sich mit ihrem Berater über die richtige Vorgehensweise abstimmen.

 

 

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