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Begriff der Selbstnutzung 
Erbschaftsteuerbefreiung für Familienheime
 

Mit einem besonders auch für Familien in der Land- und Forstwirtschaft wichtigen Thema hat sich das Hessische Finanzgericht beschäftigt (Az.: 1 K 118/15). Laut Gesetzestext und höchstrichterlicher Rechtsprechung gelten klare Vorgaben für die Erbschaftsteuerbefreiung bei Familienheimen. Sie erfordert, dass die Wohnung als sog. Familienheim beim Erben unverzüglich zur Selbstnutzung zu eigenen Wohnzwecken bestimmt ist und dass sich in dieser Wohnung der Mittelpunkt des familiären Lebens des Erben befindet. Doch daran fehlte es im entschiedenen Fall. Die Erbin nutzte nur gelegentlich zwei Räume. Ansonsten hatte sie die Wohnung unentgeltlich der Mutter überlassen, also keine Selbstnutzung im Sinne des Gesetzes. Das Finanzamt erhob Erbschaftsteuer, das Finanzgericht wies die Klage ab und bestätigte die Auffassung der Behörde. Tenor der Entscheidung: Ein Alleinerbe erhält keine Erbschaftsteuerbefreiung bezüglich eines Wohnungs-Miteigentumsanteils, wenn er die Wohnung nach dem Erbfall nicht selbst zu eigenen Wohnzwecken nutzt, sondern den vom Vater geerbten Wohnungs-Miteigentumsanteil unentgeltlich an die dort weiterhin wohnende Mutter überlässt. Die Revision wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung und zur Fortbildung des Rechts zugelassen. Das Verfahren ist beim Bundesfinanzhof (BFH) unter dem Az.: II R 32/15 anhängig. In ähnlich gelagerten Fällen kann unter Hinweis auf das anhängige Urteil Einspruch und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden. Sprechen Sie Ihren Berater bei der Landwirtschaftlichen Buchstelle an!
 

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